„Transparenz in Blau“ von Durs Grünbein | Lösungsvorschlag

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„Transparenz in Blau“ von Durs Grünbein | Lösungsvorschlag

Lösungsvorschlag Abitur Bayern 2014

Aufgabe 1: Erschließen eines literarischen Textes

a) Erschließen und interpretieren Sie das Gedicht „Transparenz in Blau“ (Text A) von Durs Grünbein. Nutzen Sie dazu auch Text B! (Aus einer Rezension von Ron Winkler zu Durs Grünbeins Gedichtband „Nach den Satiren“)

b) Zeigen Sie, ausgehend von Ihren Ergebnissen, vergleichend auf, wie die Stadt in Text C („Hamburg“ von Wolfgang Bordiert) dargestellt wird!

Der Schwerpunkt der Aufgabenstellung liegt auf Teilaufgabe a).

Leider dürfen wir aufgrund des Urheberrechts nicht die Originaltexte publizieren.

Inhalt:

a)

Der Autor Durs Grünbein
Literaturhistorischer Hintergrund
Form
Stilfiguren
Aufteilung des Gedichts
Der Titel
Darstellung des Menschen
Darstellung der Natur
Darstellung der Stadt
Beziehung zwischen Autor und Leser
Überfluss und Leere
Darstellung der Vergänglichkeit
Indirekter Appell an die Individualität

b)
Der Autor Wolfgang Borchert
Die literarische Epoche
Stilmittel
Die Darstellung der Stadt
Beschreibung der Menschen
Gegenüberstellung der zentralen Aussagen
in den Texten von Grünbein und Borchert

Auszug:

Das zu interpretierende Gedicht „Transparenz in Blau“ stammt aus dem Gedichtband „Der Koloss im Nebel“. In sieben Abteilungen bzw. sieben Themensätzen, die wie eine Ausstellung von Malereien angeordnet sind, präsentiert der Autor die Werke der letzten 5 bis 8 Jahre. Dabei geht es um Reisen, um die Neuentdeckung des Alltäglichen, um die Beobachtungen des Menschen, allgemein oder um den direkten Bezug zum Autor.

Form

Als Vertreter der Postmoderne bietet Grünbeins Gedicht nur wenige Ansätze für eine klassische Analyse der Form. Auffällig ist, dass der Autor weder ein durchgängiges Metrum nutzt, noch ein richtiges Reimschema anwendet. Nur in der dritten Strophe gibt es einen unsauberen Endreim von „verhallt“ auf „überall“. Dies ist allerdings typisch für die moderne Poesie.
...

Die Darstellung der Stadt

Auf den ersten Blick ist es verwunderlich, dass Borchert die Kriegsschäden in Hamburg mit keinem Wort erwähnt. Die beiden Seiten von Leid und Freude lassen sich aber zwischen den Zeilen entdecken. Auf der positiven Seite spricht er von „Möwengelächter“ (Z. 4), „Tanzmusik“ (Z. 5) und „Lustschreien“ (Z. 16), allerdings stehen diese Begriffe stets in einem Spannungsverhältnis mit den eher negativ konnotierten Begriffen: „Straßenbahnschrei“ (Z. 3), „kreischende Kähne, Flüche“ (Z. 5), „Seufzern“ (Z. 15), „Tränen“ (Z. 15-16) und deuten darauf hin, dass es keineswegs nur positive Seiten gibt. Auch bei aller Lebensfreude kann man „nachts manchmal“ (Z. 14) die Schritte der Gestorbenen auf dem Pflaster hören. Doch im Gegensatz zu Grünbeins Darstellung scheinen hier Natur, Mensch und Stadt sowohl im positiven als auch negativen Sinne zu einer harmonischen und ausgeglichenen Einheit zu verschmelzen: Hier lachen die Möwen, es schreien die Straßenbahnen, es donnern die Eisenbahnen, es kreischen die Kräne und zwischen all diesen akustischen Eindrücken leben Menschen, die fluchen und Tanzmusik spielen... Jetzt mehr lesen

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