Redeanalyse Robespierres

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Redeanalyse Robespierres

Die Analyse ''Rede Robespierres'' beschäftigt sich mit diesem Sachen aus dem Roman, ist gut strukturiert und gearbeitet. Sie ist von einem Schülern aus der 11 Klasse, als Hausaufgabe geschrieben. Die politische Rede von Maximilan de Robespierres findet sich in Akt 1, Szene 3 in „Dantons Tod“ (von Georg Büchner) und wird untersucht und analysiert. Ihr voran geht eine Anklage eines Lyoner Bürgers im Jakobinerklub, der den Jakobinern ein zu gemäßigtes Vorgehen gegen die aristokratische Schicht in Lyon vorwirft.

Auszug:

Der erste Abschnitt der Rede dient dem Entwurf eines gemeinsamen Feindbildes. Er konstatiert, sie hätten „den Feind sich rüsten und sich erheben“ (Z.307) sehen und ihn „aus seinem Hinterhalt hervorbrechen“ (Z.310) lassen. Er beschreibt diesen Feind also als Aggressor und das Volk als Verteidiger, misst ihm gleichzeitig Schläue und eine nicht zu aggressive Haltung zu (vgl. Z.312).

Die fortwährende Nutzung des Personalpronomens „Wir“ schafft eine Wir-Gruppe und unterstützt somit ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Ein typisches „Wir gegen den Feind-Bild“ wird erzeugt. Die Wahl des Vokabulars ist dabei auf das Kriegsbild abgestimmt („rüsten“ (Z.307), „Lärmzeichen“ (Z.308), „Hinterhalt“ (Z.310)).

Im Folgenden präzisiert Robespierre das Feindbild. Es gebe nach ihm „zwei Abteilungen, wie in 2 Heereshaufen“ (Z. 314f.), die „auf den verschiedensten Wegen [dem nämlichen Ziele zu] eilen“ (Z.316f.). Der Redner spielt auf die Gruppen der Hebertisten und der Dantonisten an, das Ziel ist bei beiden eine Änderung der momentanen Umstände und damit des Weges der Revolution. Zuerst geht Robespierre auf die Hebertisten ein, die schon von der revolutionären Regierung beseitigt worden sind. Die Ziele der Hebertisten seien in ihrer ultrarevolutionären und linksradikalen Denkweise, treibende Kräfte der Revolution „als abgenutze Schwächlinge bei Seite zu werfen“ (Z.319f.) und eine „Diversion zu Gunsten der Könige zu machen“ (Z.321f.) Auch kritisert Robespierre ihr Ideal des Atheismus und die Idee der Enteignung aller Bürger (vgl. Z.321). Er macht sich zur Verdeutlichung der Position starke Attribute zu Nutze, mit denen er eine Emotionalisierung zu erreichen versucht („affektierter Wahnsinn“ (Z.318), „abgenutzte Schwächlinge“ (Z.319), „kräftigste Arme“ (Z.320)).

Die antithetische Gegenüberstellung der beiden letzteren betont zusätzlich die Unzurechnungsfähigkeit der Hebertisten und die fehlende Fähigkeit, Richtiges von Falschem zu unterscheiden. Es deutet sich außerdem der in der ganzen Rede zu findende parataktische und parallelistische Satzbau an. Es entsteht dadurch ein Gefühl des „Einhämmerns“ von dogmatisch, demagogischen Phrasen. Ein Erfolg der Hebertisten hätte nach Robespierre im „Despotismus“ (Z.325) geendet. Die Hinrichtung der Hebertisten rechtfertigt er mit dem Satz: „Das Schwert des Gesetzes hat den Verräter getroffen“ (Z.325f.) und verdeutlicht einmal mehr, dass die eigene Politik die rechtschaffende sei und wertet sie damit auf, während er andere Politiken abwertet. Anschließend betrachtet er die rechtere Position der Dantonisten. (Auch wenn er sie nicht beim Namen nennt wird im späteren Verlauf deutlich, dass es sich um Danton und seine Anhänger handeln muss.) Sie treibe sie „zur Schwäche und ihr Feldgeschrei [heiße]: Erbarmen!“ (Z.330). Auch das Ziel der Dantonisten sei, das Volk wieder unter die Herrschaft des Königs zu stellen (vgl. Z.331). Im gesamten Absatz nutzt Robespierre weiterhin kriegerische Ausdrücke und ebnet so den Weg zum später folgenden Kampfaufruf gegen diese Gruppe. Durch die konsequente Ablehnung jeder anderen Politik, außer der eigenen, wird außerdem der polemische Charakter seiner Argumentation deutlich ... Kaufen Sie jetzt Zugang, um mehr zu lesen

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