„Die neuen Idiotae – Web 0.0“ von Bernd Graff | Lösungsvorschläge

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Schule

NI: Gymnasium 12. Klasse

Fach

Deutsch

Note

Keine Bewertung

Anzahl Seiten

16

Anzahl Wörter

4810

Dateiformat

PDF

„Die neuen Idiotae – Web 0.0“ von Bernd Graff | Lösungsvorschläge

Lösungsvorschläge

Musteraufgaben für das Fach Deutsch zur Vorbereitung auf die länderübergreifende Abiturprüfung 2015 - erhöhtes Anforderungsniveau

1. Analysieren Sie, wie der Autor Bernd Graff seine Position argumentativ entwickelt.
Berücksichtigen Sie dabei auch ausgewählte sprachliche Mittel.

2. Bearbeiten Sie eine der beiden folgenden Varianten!

Variante 1:
Erörtern Sie die Position des Autors zu Beteiligungsmöglichkeiten im „partizipativen
Web“.

ODER

Variante 2:
Schreiben Sie einen Kommentar für eine Tageszeitung, in dem Sie sich ausgehend
von Bernd Graffs Position mit Beteiligungsmöglichkeiten im „partizipativen Web“ auseinandersetzen.
Ihr Kommentar sollte etwa 800 Wörter umfassen. Wählen Sie eine geeignete Überschrift.

Leider dürfen wir aufgrund des Urheberrechts nicht die Originaltexte publizieren.

Inhalt:
1) Erfassen des Textes in seinen wesentlichen Elementen und Strukturen
2) Position des Verfassers aufzeigen
2) Sprachliche und stilistische Gestaltungsmittel erfassen
3) Bezug zur Aussage herstellen

Mögliche Lösung für Variante 2:

Auszug:
Bernd Graff zeichnet in seinem Artikel „Die neuen Idiotae - Web 0.0“ ein recht negatives Bild vom sogenannten „partizipativen Web“, das auch als Web 2.0 bezeichnet wird. Leider widmet er der positiven Nutzung dieser technischen Möglichkeiten recht wenig Platz und so wird seine Argumentation zu pauschal. Graff konzentriert sich auf die negativen Seiten, die aus den neuen Nutzungsformen resultieren. Dabei sind es vor allem zwei Punkte, die er sehr kritisch sieht:

1) Das partizipative Web bietet jedem Menschen, der die „neue[n] technische[n] Möglichkeiten“ (Z. 54) nutzen kann, die Möglichkeit, sein Wissen, seine Meinungen und jede Art von Informationen auszutauschen. Dies kann er rund um die Uhr und weltumspannend tun, doch das erste Problem sieht Graff in der Art und Weise, wie sie dies tun. Aufgrund der Anonymität des Netzes scheinen manche Menschen keine Hemmungen mehr zu haben. Besonders dann, wenn es um sensible Fragen geht, die den Nutzer in welcher Art auch immer berühren, „pöbeln [sie] nach Gutsherrenart“ (Z. 14), bevor sie „zeternd“ (Z. 14) weiterrauschen. Sie verhalten sich aufgrund der Anonymität scheinbar völlig anders, als sie dies im wirklichen Leben tun würden. Graff geht sogar so weit, dass er in diesem Verhalten den „Diskurstod“ (Z. 16) sieht.

...
Von Chancen und Problemen – Regieren wirklich die Idiotae das Web 2.0?

Bernd Graff ist verärgert. Sehr sogar. Darüber lässt der Autor von der Überschrift bis zum letzten Satz seines Artikels den Leser in keinem Augenblick im Unklaren. Dieser Ärger scheint aber seine eigentliche Intention, auf die Probleme und das diskutierbare Verhalten der Menschen im Web 2.0 hinzuweisen, zu überdecken.

Wie so oft, wenn es übermäßig polemisch wird, geht der Schuss nach hinten los. Soll heißen: Das, was Graff den engagierten Zeitgenossen ohne Beschäftigung vorwirft, gilt in besonderer Weise für jemanden, der mit Wut im Bauch für die „etablierten Medien“ (Z. 66) schreibt und eine kaum überschaubare Zahl an Teilnehmern des partizipativen Webs 2.0 über einen Kamm schert.

Das gilt gerade deshalb, weil Graff für eine etablierte Zeitung schreibt und eine große Personengruppe erreicht, die ungleich größer ist als so mancher Blog oder Youtube-Kommentar. Es mag sein, dass es viele Menschen gibt, die sich an „Entrüstung [...] Sabotage, Verschwörung, Häme, Denunziation, Verächtlichmachung, Hohn, Spott“ (Z. 17-18) ergötzen, doch diejenigen Menschen, die aufgrund von fundiertem Wissen unter anderem dazu beitragen, dass es zumindest einige wenige Artikel auf Wikipedia gibt, die dem Leser gewisse Dinge informativ und vor allem auf der Grundlage von Fakten präsentieren, werden mit denjenigen in einen Topf geworfen, die ihre, wie Graff feststellt, niederen Triebe im Web ausleben... [Jetzt mehr lesen]