Einführenden Vortrag | Krieg und Expressionismus | Lösungsvorschlag

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Schule

BY: Gymnasium Jahrgangsstufe 12

Fach

Deutsch

Note

Keine Bewertung

Anzahl Seiten

7

Anzahl Wörter

1860

Dateiformat

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Einführenden Vortrag | Krieg und Expressionismus | Lösungsvorschlag

Aufgabe 4: Materialgestütztes Verfassen eines informierenden Textes

„Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.“ (Henry Miller )

Zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs (1914-1918) hat Ihr P-Seminar eine Ausstellung unter dem Titel „Die expressionistischen Dichter und der Krieg“ gestaltet. Diese Ausstellung präsentiert literarische und dokumentarische Texte sowie veranschaulichendes Bildmaterial. Zur Eröffnung der Ausstellung sollen Sie – im Anschluss an die Begrüßung durch den Schulleiter – einen einführenden Vortrag halten.

Verfassen Sie diesen Vortragstext, der die anwesenden Schüler, Lehrkräfte und Eltern über die Auseinandersetzung der expressionistischen Dichter mit dem Thema Krieg informiert!
Gehen Sie auf die Veränderungen in der Haltung dem Krieg gegenüber ein!

Nutzen Sie zur Gestaltung des Vortrags Ihre für die Themenstellung relevanten Kenntnisse über den literarischen Expressionismus sowie die Informationen bzw. Kerngedanken der beigefügten Materialien!
Zitate aus den Materialien werden dem Stil des Vortrags entsprechend ohne Zeilenangabe nur unter Nennung des Autors und ggf. des Titels zitiert. Ihr Vortragstext soll etwa 1000 Wörter umfassen.

Leider dürfen wir aufgrund des Urheberrechts nicht die Originaltexte publizieren.

Auszug:
Lösungsvorschlag Aufgabe 4

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler!

Kunst und Krieg, kriegsbegeisterte Künstler, auf den ersten Blick scheinen sich diese scheinbar antithetischen Wortpaare grundsätzlich gegenseitig auszuschließen, weil der Künstler traditionell als eine sensible, friedliebende und empfindsame Natur charakterisiert wird.
Doch richten wir heute den Fokus auf die Jahre, Monate, Tage und Stunden vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs, so ist man verwundert, wie viele dieser künstlerisch veranlagten Menschen, besonders die Vertreter des Expressionismus, begeistert in die Schlacht gezogen sind. Doch taten sie es nicht etwa aus Lust am Kampf, an der Vernichtung oder wegen des Nervenkitzels. Sie taten es hauptsächlich deswegen, um die spießige, gutbürgerliche Gesellschaft aus ihren Angeln zu heben und radikal Platz zu machen für Neues.

Und so riefen die Expressionisten zum Sturm auf die wilhelminische Gesellschaft auf, notfalls auch mit dem radikalsten Mittel der Gesellschaftszerstörung, dem Krieg. Als 1914 die Welt des 20. Jahrhunderts vor dem ersten tiefen Abgrund stand, da zogen auch die Künstler begeistert in den Kampf, um das Alte, das Überkommene und das Unliebsame in den bodenlosen Schlund hinabzustoßen.

Wie der Stall das Augias müsse das alte Europa ausgemistet werden, so der expressionistische Maler Franz Marc, der selbst noch nach dem Tod seines Freundes August Macke den Krieg als ein Mittel zum Zweck betrachtete, welches in seinen Augen das kranke Europa läutern und heilen könne. Erst Ende 1915 begann er, an seiner eigenen Einstellung zu zweifeln, doch da war es bereits zu spät: 1916 starb er auf einem der grausamsten Schlachtfelder des Kriegs vor Verdun - tragischerweise am letzten Einsatztag vor seiner Freistellung, und zwar bei einem Erkundungsritt durch den Einschlag einer Granate. Diese Granate war eines der 36 Millionen todbringenden Geschosse, die bei dieser Schlacht auf gerade einmal 300 Quadratmetern Kampfgelände niedergingen. Das ist eine unvorstellbar große Zahl - 120.000 Granaten pro Quadratmeter -, noch unvorstellbarer aber ist, dass jemand diesem Inferno entkommen konnte... [Jetzt mehr lesen]