Bertolt Brecht - Dreigroschenoper

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Schule

BB: Berufliches Gymnasium 13. Klasse

Fach

Deutsch GK

Note

2-

Anzahl Seiten

3

Anzahl Wörter

1238

Dateiformat

PDF

Analyse: Bertolt Brecht - Dreigroschenoper

Im Weiteren kannst du die Analyse des Dramas von Bertolt Brecht, die Dreigroschenoper, durchlesen. Die Uraufführung fand am 31. August 1928 im Berliner Theater statt. Es thematisiert Menschen, die aus Not und Hunger heraus betteln, klauen und huren. Im Fokus stehen aber Mackie Messer, der größte Verbrecher und Dieb in London und der Geschäftsmann Jonathan Peachum, der für sich Bettler arbeiten lässt. Es enthält auch eine kurze Charakterisierung der Figuren.

Auszug:
1.2

In der Vorgeschichte wird das Geschäft von Peachum in den Vordergrund gestellt. Er stellt einen Bettler namens Flich ein und erläutert seine Geschäftsstrategie. Polly ist die Tochter der beiden Eheleute. Beide unterhalten sich über den Verehrer der Tochter. Nachdem sich herausstellt, dass es Mackie Messer ist und sie bis in die Nacht noch nicht zurückgekehrt ist, sind beide entsetzt und verwundert über die Lage. Das vorliegende Bild handelt von der Hochzeit zwischen Mackie und Polly, die in einem Pferdestall stattfindet. Das Ganze geschieht ohne das Bewusstsein der Eltern. Dies erklärt auch das Fernbleiben von ihrem zu Hause, da sie sich womöglich mit Mackie aufgehalten hat.

1.3

Das Drama ist, anders als „die Räuber“ von Schiller, unter dem Gesichtspunkt des epischen Theaters, einer Zusammensetzung des Dramas und der Epik, geschrieben und weist deshalb auch gewisse Unterschiede auf. So sind typische Aspekte des epischen Theaters der sog. „V-Effekt“, der die Handlung unterbricht, um so eine kritische Distanz aufbauen zu können. Dramentheoretische Aspekte sind ebenfalls wiederzufinden, wie z.B. der pyramidale Bau des Dramas nach Gustav Freytag. Das Bild lässt sich dem 2. Akt der Exposition zuordnen. Im 1. Bild findet lediglich eine Einleitung statt, sodass man nicht von einer Steigerung reden kann. Im 2. Bild jedoch beginnt diese, aufgrund der unmittelbaren Hochzeit von Polly und Mackie. Es ist zu denken, dass diese Hochzeit auch einen Grund hat. Nach all den Charaktereigenschaften von Mackie, ist es nicht vorstellbar, dass er ausgerechnet die Tochter seines Erzfeindes, bloß aus purer Liebe heiratet. Dies würde nicht zu seiner Person passen, deshalb ist damit zu rechnen, dass dahinter ebenso ein böser Wille hinter steckt, was sich später auch zeigen wird. Insgesamt bleiben Ort, Zeit und Handlung auch einheitlich. Man erfährt keine großen Zeitsprünge, der Ort ist überschaubar und Handlungen sind nicht durch unnötige Nebenhandlungen geprägt.

1.4

Die Handlung beginnt mit der Ankunft von Polly, Mackie und seinen Banditen im Pferdestall. Polly ist anfangs nicht begeistert von der Idee der Hochzeit in einem Stall, gibt sich später aber zufrieden. Es findet eine Dekoration durch Mackies Banditen statt, die allesamt gestohlene Sachen sind. Es wird gemeinsam gesungen, gegessen und beschenkt. Später tritt auch noch der Polizeichef von London ein, der gleichzeitig der Kumpan von Mackie ist. Beide singen dann den Kanonen-Song. Am Abschluss sichern sich Polly und Mackie gegenseitige Treue zu ... [Jetzt mehr lesen]